Berufsbegleitend Wirtschaftsrecht studieren

Wer Wirtschaft und Jura kombinieren will, für den kann Wirtschaftsrecht eine Studienmöglichkeit sein. Obwohl das Fach Wirtschaftsrecht zunächst einen sehr spezifischen Eindruck macht, gibt es zahlreiche Berufe, die von Wirtschaftsjurist/inn/en ausgeübt werden können. Entscheidend für die spätere Berufstätigkeit ist der Schwerpunkt, den Wirtschaftsjurist/inn/en während ihres Studiums wählen. Insbesondere für Personen, die bereits in einem Unternehmen mit großer Rechtsabteilung, in der Finanzverwaltung oder der Rechnungsprüfung arbeiten kann ein berufsbegleitendes Studium des Wirtschaftsrechts die ideale Wahl sein und berufliche Perspektiven eröffnen. Aber auch Personen, die sich nicht zwischen Wirtschaft und Jura entscheiden können, finden im Bereich Wirtschaftsrecht die ideale Kombination aus beidem. Als Wirtschaftsjurist/in sollte man allerdings mit Zahlen umgehen können und eine gewisse mathematische Affinität und/oder Begabung haben, denn Wirtschaftsrecht umfasst immer auch die Nachkontrolle von Statistiken und Rechnungen, wozu man diese zunächst einmal verstehen muss. Daneben sollte man ein sehr gutes Gedächtnis besitzen, da dies das Auswendiglernen von Paragraphen vereinfacht.

Die meisten studierten Wirtschaftsjurist/inn/en in Österreich werden später in Rechtsabteilungen großer Unternehmen und Konzerne und in Steuerberatungsgesellschaften sowie als Wirtschaftsprüfer/innen arbeiten. Daneben suchen aber auch Personalabteilungen, Finanzabteilungen und Vertriebsabteilungen größerer Unternehmen Wirtschaftsjurist/inn/en. Insbesondere Banken und Versicherungen sowie Kreditinstitute und Immobiliengesellschaften stellen vermehrt Wirtschaftsjurist/inn/en ein. Aber auch in ausgefalleneren Bereichen wie der Unternehmensberatung und der Mediation sind Wirtschaftsjurist/inn/en zu finden und sogar in der öffentlichen Verwaltung finden sich zahlreiche Wirtschaftsjurist/inn/en.

 

Inhalte, Dauer und Aufbau des Studiums

Die Österreichischen Studiengänge in Wirtschaftsrecht basieren alle auf dem Bachelor- und Mastersystem. In Vollzeit dauert der Bachelorstudiengang in der Regel 6 Semester und der Masterstudiengang noch einmal 2 bis 4 Semester. Das Studium schließt mit dem international anerkannten Bachelor bzw. Master of Laws (LL. B./LL. M.) ab. In Teilzeit kann mit einer Dauer von bis zu 12 Semestern für den Bachelorstudiengang gerechnet werden. Während Masterstudiengänge häufig berufsbegleitend konzipiert sind, müssen die Studienverläufe bei einem Teilzeitstudium im Bachelor häufig selbst geplant und erstellt werden.

Inhaltlich umfasst das Studium des Wirtschaftsrechts gleiche Anteile an wirtschaftlichen und rechtlichen Fächern. Der Schwerpunkt wird in der Regel mit einem zusätzlichen Wahlpflichtbereich gesetzt, in dem verschiedene wirtschaftsrechtliche Felder thematisiert werden können. Das können

  • Arbeitsrecht,
  • Aquisitions Management,
  • Personalrecht,
  • Bank- und Kapitalrecht,
  • Business Law/Wirtschaftsrecht,
  • Internationales Wirtschaftsrecht,
  • Steuerrecht,
  • Unternehmensrecht,
  • Vertragsrecht und
  • Wirtschaftsstrafrecht sein.

 

Der wirtschaftliche Grundlagenanteil umfasst die Bereiche

  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Volkswirtschaftslehre,
  • Unternehmensführung,
  • Controlling,
  • Personalmanagement,
  • Rechnungswesen,
  • Bilanzierung und
  • Steuerwesen.

 

Zum juristischen Grundlagenanteil gehören in der Regel die Bereiche

  • Versicherungsrecht,
  • Arbeitsrecht,
  • Vertragsrecht,
  • Sozialrecht,
  • Vertragsgestaltung,
  • Wettbewerbsrecht und Kartellrecht,
  • Insolvenzrecht,
  • Internationales Wettbewerbsrecht,
  • Wirtschaftsstrafrecht und
  • Internationales Wirtschaftsstrafrecht.

 

Hinzu kann noch ein Nebenfach kommen, dass aus einem Pool an möglichen Nebenfächern selbst gewählt wird. In der Regel sind nur artverwandte Fächer als Nebenfach wählbar. Ausnahmen können hierbei aber vorkommen und stellen oft ein Alleinstellungsmerkmal von einzelnen Universitäten und/oder die Vorbereitung auf eine sehr spezialisierte Tätigkeit in einem artverwandten Feld dar, in dem Wirtschaftsjurist/inn/en normalerweise nicht oder nur in einem sehr begrenzten Umfang tätig sind.

 

Wöchentlicher Arbeitsaufwand

Im 6 Semester dauernden Vollzeitstudium umfasst das Studium des Wirtschaftsrechts c.a. 20 Semesterwochenstunden. Dies entspricht mit Vor- und Nachbereitung 40 Wochenstunden, also einer Vollzeittätigkeit. In den Semesterferien ist die Zeit freier einteilbar, es sind aber im Durchschnitt auch Tätigkeiten im Umfang von 40 Wochenstunden zu erledigen.

Wer bereits in einem wirtschaftsrechtlichen Beruf arbeitet, hat hierbei einen Vorteil, da ein Großteil der in den Semesterferien für das Studium aufgewendeten Zeit Praktika betrifft. Allerdings kann in der Regel nur ein Praktikum anerkannt werden und die Bachelorstudiengänge umfassen in der Regel mehr als 1 Praktikum. Wer bereits berufstätig ist, muss daher damit rechnen, einmal während des Studiums für ein Praktikum Urlaub nehmen zu müssen.

Ein Teilzeitstudium für Berufstätige und/oder Eltern wird von den Universitäten in der Regel angeboten. Die Studiengänge sind allerdings oft nicht dafür konzipiert. Studienverläufe müssen daher im berufsbegleitenden Studium selbstständig geplant werden. Davon ist auch der wöchentliche Arbeitsaufwand im Teilzeitstudium abhängig. Wer das Studium in 12 statt 6 Semestern absolvieren möchte, kann mit einem durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitsaufwand rechnen, der in etwa halb so hoch ist, wie der für ein Vollzeitstudium in Regelstudienzeit. Eine Höchststudiendauer existiert bei keinem der gängigen Bachelorstudiengänge des Wirtschaftsrechts, sodass der Studienverlauf auch mit minimalem wöchentlichen Arbeitsaufwand geplant werden kann. Dies hat dann allerdings eine sehr hohe Studiendauer zur Folge.

 

Zukunftsaussichten

Die Zukunftsaussichten für studierte Wirtschaftsjurist/inn/en sind insbesondere im internationalen Wirtschaftsbereich sehr gut. Dies liegt daran, dass die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit stetig wächst und dadurch immer mehr Wirtschaftsrechtler/innen gesucht werden. Aber auch außerhalb der internationalen Wirtschaft werden fähige Wirtschaftsjurist/inn/en gesucht. Wirtschaftsjurist/inn/en werden vor allem in der freien Wirtschaft gesucht. Die öffentliche Verwaltung benötigt aber auch immer wieder Wirtschaftsjurist/inn/en, die dort beratend tätig sind. Da viele Unternehmen insbesondere bei Buchhaltungsprüfungen auch auf beratend Tätige, aber nicht direkt beim Betrieb angestellte Wirtschaftsrechter/innen setzt, hat man als fähige/r Wirtschaftsjurist/in auch gute Karten, wenn man sich verselbstständigen will.

Das Einstiegsgehalt für Wirtschaftsjurist/inn/en liegt in Österreich durchschnittlich bei 3000 Euro Brutto im Monat. Hinzu können aber bereits sehr früh Boni kommen, die in der freien Wirtschaft normal sind. Wer bereits Berufserfahrung in der freien Wirtschaft hat, kann außerdem damit rechnen, in einer höheren Gehalts- bzw. Erfahrungsstufe einzusteigen. Eine obere Verdienstgrenze gibt es für Wirtschaftsjurist/inn/en (fast) nicht. Wer noch einem Master macht kann bis in die oberste Managementebene von Unternehmen aufsteigen und hier ist auch in Österreich mit Jahresbruttogehältern in einem sechsstelligen bereich zu rechnen.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich gerade in der freien Wirtschaft eine immer stärkere Spezialisierung bei den Berufen durchgesetzt. Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass die Anzahl an freien Stellen für Wirtschaftsjurist/inn/en stetig wächst. Mehr und mehr Unternehmen setzen auf die Kombination von Praxisorientierung und juristischen und wirtschaftlichen Anteilen. Das Risiko, als Wirtschaftsjurist/in keine Anstellung zu finden, ist daher sehr gering.

 

Zulassungsvoraussetzungen

Um in Österreich zum Studium des Wirtschaftsrechts zugelassen zu werden, ist in aller Regel die Matura notwendig. Deutsche, die in Österreich studieren möchten, sollten das Abitur haben. Für Österreicher/innen ist außerdem der Studieneinstieg über den Nachweis von Berufserfahrung und das Absolvieren eines hochschuleigenen Zugangstests möglich. Diese umfasst in der Regel grundsätzliche, allgemeinbildende Anteile und fachliche Anteile. Wer Wirtschaftsrecht studieren will, sollte außerdem eine Affinität für Mathematik mitbringen, da die mathematischen Anteile sehr hoch sind. Wer sprachlich sehr unbegabt ist, kann insbesondere wegen der internationalen Anteile im Wirtschaftsrecht große Probleme innerhalb des Studiums bekommen.

Auch wenn einzelne Universitäten sie nicht immer voraussetzen, sind gute Englischkenntnisse für das Studium Des Wirtschaftsrechts ein muss. Wer außerdem große Schwierigkeiten mit dem Auswendiglernen hat, der sollte sich ebenfalls eine Alternative zum Wirtschaftsrecht suchen, denn die juristischen Anteile des Fachs erfordern es, eine große Menge auswendig zu lernen.

 

Wirtschaftsrecht berufsbegleitend studieren an österreichischen Fachhochschulen und Universitäten

 

Wirtschaftsuniversität Wien

Die Wirtschaftsuniversität Wien bietet den Studiengang Wirtschaftsrecht sowohl im Bachelor, als auch im Master an. Der Bachelorstudiengang hat eine Regelstudienzeit von 6 Semestern, kann aber auch in Teilzeit studiert werden. Die Wirtschaftsuniversität Wien bietet hierzu verschiedene Beratungsmöglichkeiten und Unterstützungsmöglichkeiten an. Letztendlich durchgeplant und strukturiert werden muss ein Teilzeitstudium aber auch and er Wirtschaftsuniversität Wien von den Studierenden selbst. Der Studiengang an der Wirtschaftsuniversität Wien zeichnet sich zum einen durch einen hohen juristischen Schwerpunktanteil und zum anderen durch eine sehr hohe Praxisorientierung aus. Exkursionen zum Obersten Gerichtshof gehören hier ebenso zum Programm, wie 32 verschiedene mögliche Spezialisierungsrichtungen.

Wer das Bachelor- und das Masterstudium an der Wirtschaftsuniversität Wien abschließt ist außerdem studierter Volljurist. Um Zum Studium Aufgenommen zu werden, muss eine universitätseigene Aufnahmeprüfung bestanden werden. Wer sich nicht sicher ist, ob der Studiengang an der Wirtschaftsuniversität Wien für ihn geeignet ist, kann einmal jährlich an der „Schnupperuni“ in die Wirtschaftsrechtsveranstaltungen schnuppern.

 

Uni Innsbruck

Auch die Uni Innsbruck bietet das Studium des Wirtschaftsrechts im 6 Semester langen Bachelor- und 4 Semester langen Masterstudium an. Das Studium schließt mit dem international anerkannten Bachelor bzw. Master of Law in Wirtschaftsrecht (LL.B./M-B.) ab. Im Gegensatz zu anderen Universitäten sind hier die internationalen Anteile besonders hoch, daher gehört zu den Studienvoraussetzungen auch ein Sprachnachweis für Englisch. Dieser wird durch das Bestehen eines Tests oder das Vorlegen eines Zertifikats mit Sprachniveau B2 erbracht. Wer ein Sprachniveau unter B2 hat, wird für den Studiengang abgelehnt. Konzipiert ist das Studium als Vollzeitstudium.

Die Uni Innsbruck weißt jedoch explizit darauf hin, dass sie auch das berufsbegleitende Studium ermöglicht. Vorlesungen sind daher auch online via e-Learning abrufbar und das Studium kann auch in Teilzeit durchgeführt werden, wobei der individuelle Studienverlauf in diesem Fall selbst geplant werden muss. Ein besonderer Studienschwerpunkt der Uni Innsbruck ist das Prüfungsfach „Materielles Finanzstrafrecht“. Zusätzlich umfasst das Studium an der Uni Innsbruck hohe Sozialwissenschaftliche und theoretische Anteile.

 

MCI Innsbruck

Das Wirtschaftsrechtsstudium der unternehmerischen Hochschule (MCI) in Innsbruck heißt Management und Recht und kombiniert zu gleichen teilen wirtschaftswissenschaftliche und juristische Anteile. Es ist daher etwas wirtschaftlicher, als andere Studiengänge des Wirtschaftsrechts. Deshalb schließt dieses Studium, im Gegensatz zu anderen auch mit dem Bachelor bzw. Master of Arts ab. Trotz des etwas unterschiedlichen Abschlusses qualifiziert der Studiengang für sämtliche Wirtschaftsrechtlichen Tätigkeiten. Die Semestergebühren betragen an der MCI etwas unter 400 Euro. Das Studium ist prinzipiell als Vollzeitstudium konzipiert und die Veranstaltungen finden daher gänzlich unter der Woche statt. Wer den Studiengang in Teilzeit studieren will, kann dies an der MCI aber dennoch machen, sollte die dafür notwendige Zeit unter der Woche allerdings mitbringen. Die MCI hat ein eigenes Aufnahmeverfahren. Hier zählen neben einer schriftlichen Aufnahmeprüfung auch ein persönliches Bewerbungsgespräch und der eigene Werdegang bzw. Lebenslauf.

Ob man angenommen wird, entscheidet sich anhand dieser drei Kriterien, wobei das Vorstellungsgespräch den größten Teil der Bewertung ausmacht. Da MCI eine eingetragene Marke ist, gibt es hier einen weiteren Vorteil: Wer das Wirtschaftsrecht-Studium erfolgreich abschließt, ist berechtigt, seinen akademischen Grad gemeinsam mit der Marke MCI im Namen zu führen.

 

Uni Linz

Der Studiengang Wirtschaftsrecht an der Uni Linz bietet die klassische Variante des Wirtschaftsrechtsstudiums und kombiniert ein Jurastudium mit hohen wirtschaftswissenschaftlichen Anteilen. Die Zulassung zum Studium erfolgt an der Uni Linz auf eine bundesweit einzigartige Weise. Wer Wirtschaftsrecht studieren will, kann das Studium zunächst ohne irgendeine Zulassungsbeschränkung aufnehmen, sofern er die Matura oder ein entsprechendes Pendant hat. Erst nach der absolvierten Studieneingangs- und Orientierungsphase, die das erste Semester umfasst, wird dann anhand der eigenen Leistungen entschieden, ob man das Studium weiterführen darf, oder abgelehnt wird. Das Bachelor- und Masterstudium des Wirtschaftsrechts, das die JKU Linz anbietet, ist international anerkannt und schließt mit dem Bachelor bzw. Master of Tax Law (LL.B./LL.M.) ab. Eine weitere Besonderheit an der JKU Linz ist, dass der größte Teil der Studieninhalte auch online und zu jeder Zeit abrufbar ist.

Es ist also insbesondere für Vorlesungen nicht unbedingt notwendig, an der Universität zu sein. Auch ein berufsbegleitendes Studium wird so deutlich erleichtert. Die Regelstudienzeit beträgt auch hier 6 Semester für den Bachelor und noch einmal 4 Semester für den Master. Es ist jedoch möglich, das Studium in Teilzeit neben der Berufstätigkeit zu absolvieren und entsprechend länger zu studieren.

 

Uni Klagenfurt

Der Studiengang des Wirtschaftsrechts an der Uni Klagenfurt heißt „Wirtschaft und Recht“ und umfasst im Gegensatz zu anderen Studiengängen sehr hohe wirtschaftliche Anteile. Er qualifiziert vor allem für die wirtschaftlichen Tätigkeiten mit juristischen Anteilen und ist keine volljuristische Ausbildung. Entsprechend schließt er mit dem Bachelor bzw. Master of Science (B. Sc./M. Sc.) ab und ist hauptsächlich an die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät angegliedert. Um an der Uni Klagenfurt studieren zu können, ist die Matura oder ein entsprechendes internationales Pendant nötig. Ein weiteres Zulassungsverfahren oder Aufnahmebeschränkungen kann es abhängig von der Bewerberanzahl geben. Im Studienjahr 2019/20 gab es keine weiteren Zulassungsvoraussetzungen.

Konzipiert ist auch hier das Studium als Vollzeitstudium mit 6 Bachelorsemestern und 4 Mastersemestern, wobei der Bachelor, da es sich nicht um ein Studium mit juristischem Abschluss handelt, bereits berufsqualifizierend ist. Das Studium an der Uni Klagenfurt ist grundsätzlich auch in Teilzeit möglich. Ein Studienverlauf muss aber auch hier selbst erstellt werden und die Veranstaltungen finden größtenteils vormittags statt.

 

Fernstudium als Alternative

Im wirtschaftsrechtlichen Bereich bietet das Fernstudium gerade für bereits berufstätige Personen eine echte Alternative, da Fernstudiengänge in der Regel sehr leicht auch in Teilzeit möglich sind und häufig sogar ausschließlich berufsbegleitend konzipiert werden. Sehr viele Fernstudent/inn/en sind nämlich berufstätig. Die meisten deutschsprachigen Fernuniversitäten sind allerdings deutsche Fernhochschulen. Dies birgt einen großen Nachteil, denn das deutsche Wirtschaftsrecht entspricht trotz vieler zweifellos vorhandener Gemeinsamkeiten nicht 1 zu 1 dem Österreichischen. Wer sich also auf den juristischen Teil des Wirtschaftsrechts spezialisieren will, sollte sich für ein Studium bei einer österreichischen Universität entscheiden.

Für alle, die einen größeren Wert auf die Wirtschaftswissenschaftlichen Anteile legen und zum Beispiel in der Rechnungsprüfung arbeiten möchten, kommen auch deutsche Fernhochschulen in Frage. Die Anerkennung deutscher Abschlüsse in Österreich ist dabei sehr unkompliziert, insbesondere dank des Bachelor- und Mastersystems.

 

IUBH

Die Internationale Hochschule Fernstudium bietet sowohl den Bachelor, als auch den Master of Laws (LL.B./LL.M.) in Wirtschaftsrecht an. Die rechtlichen Anteile sind dabei an das deutsche Rechtssystem angepasst. Das Studium kann vollständig online absolviert werden und ist berufsbegleitend geplant. Lediglich Prüfungen müssen vor Ort in einem der Prüfungszentren der IUBH absolviert werden. Das einzige österreichische Prüfungszentrum der IUBH befindet sich in Wien. Daneben gibt es ein von Teilen Österreichs aus ebenfalls gut zu erreichendes Prüfungszentrum in München.

Da es sich bei der IUBH um eine deutsche Privathochschule handelt, müssen Österreicher/innen die Matura haben, um das Studium beginnen zu können. Außerdem fallen je nach Studienzeitmodell Studiengebühren von mindestens 199 Euro im Monat an. Für Abschlussprüfungen fallen zusätzliche Gebühren an. Im Teilzeitmodell umfasst der Bachelor 10 -12 Semester, im Vollzeitmodell 6 – 8 Semester.

 

Euro-FH

Auch die Euro-FH bietet unter anderem ein Studium des Wirtschaftsrechts an. Der Studiengang schließt auch hier mit dem international anerkannten Bachelor bzw. Master of Laws (LL.B./LL.M.) ab und umfasst, wie alle vorgestellten Studiengänge 180 ECTS im Bachelor und 120 ECTS im Master. Auch die Euro-FH ist eine deutsche private Fernhochschule. Die rechtlichen Anteile sind auch hier entsprechend auf Deutschland fokussiert. Das Bachelorstudium, das an der Euro-FH jederzeit begonnen werden kann, dauert 36 bis 48 Monate.

Eine Besonderheit der Euro-FH ist, dass die Studiengänge hier 4 Wochen lang kostenlos getestet werden können. Danach werden je nach Studienzeitmodell Studiengebühren fällig, die etwa denen bei der IUBH entsprechen. In Teilzeit dauert das Bachelorstudium 8 Semester und kann noch einmal kostenlos um bis zu 4 Semester verlängert werden. In Vollzeit ist das Studium 6 Semester lang und kann noch einmal kostenlos um bis zu 2 Semester verlängert werden.

Nach der kostenlosen Verlängerung sind weitere Gebühren fällig, wenn das Studium noch nicht abgeschlossen wurde. Sowohl in Vollzeit, als auch in Teilzeit ist das Studium an der Euro-FH vollständig berufsbegleitend konzipiert und online durchführbar. Prüfungen führt die Euro-FH ebenfalls online durch.