Naturheilkunde Ausbildung

Ausbildung zum Naturheiltherapeuten in Österreich

Naturheiltherapeuten bewahren die traditionelle Volksmedizin und die Naturheilkunde. Dabei steht der Mensch im Mittelpunkt einer ganzheitlichen natürlichen Medizin. In Österreich gibt es zwar zertifizierte Naturheiltherapeuten, doch die Ausübung dieser Tätigkeit ohne medizinische Ausbildung ist nicht erlaubt. Auch Naturheilpraktiker oder Naturheiler werden in Österreich nicht anerkannt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, als Energetiker oder Humanenergetiker ein freies Gewerbe zu betreiben. Hier erfahren Sie, welche Ausbildungsmöglichkeiten es für den Naturheiltherapeuten oder die Naturheiltherapeutin bzw. den/die Energetiker/in gibt.

 

Was macht ein/e Naturheiltherapeut/in?

Naturheiltherapeuten behandeln Menschen nach einem ganzheitlichen Prinzip. Sie aktivieren mithilfe spezieller naturheilkundlicher Methoden die Selbstheilungskräfte von Patienten. Der Mensch wird dabei als Ganzheit aus Körper und Geist betrachtet. Naturheiltherapeuten verstehen ihre Behandlungsmethoden als Ergänzung oder Alternative zur Schulmedizin. Zudem setzten sich Naturheiltherapeuten für eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung ein und beraten Menschen auch dahingehend.

Die Aufgabe von Naturheiltherapeuten besteht in erster Linie darin, die Selbstheilungskräfte von Patienten mithilfe althergebrachter Methoden zu stärken oder zu aktivieren. Naturheiltherapeuten zeigen den Menschen, wie sie ihre Selbstheilungskräfte am besten aktivieren können. Sie unterstützen sie dabei aktiv und wenden in manchen Fällen Lichttherapien, Aromatherapien oder Meridianstreichungen an. In manchen Fällen werden auch Heilkräuter eingesetzt oder homöopathische Mittel.

 

Für wen eignet sich eine Ausbildung zum Naturheiltherapeuten?

Eine Ausbildung zum/zur Naturheiltherapeuten/in eignet sich in erster Linie für Personen die:

  • respektvoll und verantwortungsbewusst mit Menschen umgehen können.
  • die imstande sind, eigene Grenzen zu erkennen.
  • welche die Naturheiltherapie als sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin betrachten.
  • die über ein günstiges Maß an Empathie verfügen.

 

Daneben sind noch Interesse an traditionellen Naturheilmethoden sowie Kenntnisse der Heilkräuterkunde gefragt.

 

Welches Einkommen kann ich als Naturheiltherapeut erzielen?

In Österreich ist die Ausübung des Gewerbes als Naturheiltherapeut/in oder Energetiker/in ein selbstständiges und freiberufliches Gewerbe. Das daraus erzielte Einkommen ist vom Erfolg abhängig und kann nicht klar beziffert werden. Wer in Österreich jedoch über ein abgeschlossenes Studium der Medizin verfügt, kann die Naturheiltherapie als alternativmedizinische Behandlungsmethode anbieten.

Aus diesem Grund bieten manche Ärzte eine Naturheiltherapie als zusätzliche Behandlungsmethode bei bestimmten Krankheiten an.

 

Inhalte, Struktur und Dauer einer Ausbildung zum Naturheiltherapeuten

Private Anbieter, welche eine Ausbildung zum Naturheiltherapeuten in Österreich gewähren, gliedern diese in einzelne Module. Die Ausbildungen zielen vor allem auf die Qualitätssicherung im Bereich der Naturheiltherapie ab. Zu den wichtigsten Ausbildungsinhalten zählen dabei:

  • Die naturheilkundliche Diagnostik
    Dazu gehören die Untersuchungen von Zunge, Iris, Gesicht sowie Bauch.
  • Die traditionelle Naturheilkunde
    In diesen Bereich fallen beispielsweise die Humoralmedizin oder die Lehre von den Blutsäften.
  • Die Laborkunde
    Hier lernen die Kursteilnehmer/innen Laborwerte aus naturheilkundlicher Sicht zu interpretieren.
  • Die Darmsanierung
    Darunter fallen die Kenntnis der Darmflora und das Zusammenspiel von Gehirn und Darm.

Darüber hinaus beschäftigen Sie sich in einer derartigen Ausbildung mit mentalen Entspannungsmethoden und mit der Heilkräuterkunde. Auch traditionelle Heilmethoden werden zur Kenntnis gebracht.

Viele dieser Lehrgänge schließen mit einem Diplom oder einem Zertifikat ab. Diese Zertifikate haben jedoch in Österreich keine gesetzliche Gültigkeit.

 

Ausbildungsanbieter für Naturheiltherapeuten in Österreich

In Österreich gibt es keine geregelte Ausbildung zum Naturheiltherapeuten. Die gewerbliche Ausübung als Naturheilpraktiker/in ist in Österreich ebenfalls untersagt. Diese Tätigkeiten gelten als illegal und sind sogar unter Strafe gestellt. Es gibt jedoch viele, welche die Naturheiltherapie als Energetiker ausüben. Dabei handelt es sich um ein freies Gewerbe. Die Tätigkeit des/der Energetiker/in ähnelt denen der Naturheiltherapeuten. Es gibt dafür keine vorgeschriebene Ausbildung. Die meisten Naturheiltherapeuten in Österreich können als Mitglied eines Dachverbands bestimmte Ausbildungen absolvieren und Diplome erhalten.

Als Dachverband gilt der Verband der ganzheitlichen Naturheiltherapeuten Österreichs (VGNÖ). Aber auch jene, die diesem Dachverband nicht angehören, können sich einer privaten Ausbildung an einem Institut unterziehen. Wer sich für den Beruf des Naturheiltherapeuten in Österreich interessiert, kann spezielle Ausbildungen in Angriff nehmen, die von einigen privaten Anbietern geboten werden.

 

KUGE Akademie

Die Kuge Akademie bietet in zwei Standorten in Günsendorf und in St. Pölten eine Ausbildung zum Naturheiltherapeuten an. Die Ausbildung ist so konzipiert, dass Absolvent/innen nach einem Jahr eine eigene Praxis aufbauen können.

 

Institut Besser Leben

Das Institut Besser Leben offeriert eine Ausbildung zum Humanenergetiker. Kurse können entweder in Bad Tatzmannsdorf oder in Oberwart im Burgenland besucht werden.

 

Diplomausbildung zum/zur Naturheiltherapeut/in VGNÖ

Der Verband der ganzheitlichen Naturheiltherapeuten Österreichs VGNÖ bietet eine fundierte Diplomausbildung zum ganzheitlichen Naturheiltherapeuten (GNT) an. Diese Ausbildung erfolgt in einem dreistufigen Modell. Je nach absolvierter Ausbildungsstufe können sich Absolvent/innen zertifizierte GNT, diplomierte GNT oder Master GNT nennen.

 

Tierheilpraktiker werden per Fernstudium

Tierheilpraktiker behandeln Tiere mithilfe von alternativen Heilmethoden. Auch Tierheilpraktiker arbeiten in den meisten Fällen freiberuflich und führen die Tätigkeiten oft bei den Tierbesitzern zu Hause durch. In Österreich ist die Ausübung dieses Gewerbes ebenfalls verboten. Tierheilpraktiker/innen arbeiten in Österreich deshalb meist als Tierenergetiker/innen oder als Tiermasseure.
Für die Ausbildung zum Tierheilpraktiker stehen in erster Linie Schulen aus Deutschland zur Verfügung. Dort ist es möglich, die notwendigen Kenntnisse auch mittels Fernstudium zu erwerben.

 

sgd

Eine Ausbildung zum/zur Tierheilpraktiker/in per Fernstudium bietet beispielsweise die sgd (siehe unten) an. Die Ausbildung erstreckt sich dabei über einen Zeitraum von 20 Monaten.

 

ILS

Ein Fernstudium zum/zur Tierheilpraktiker/in können Sie auch in der deutschen Fernschule ILS (siehe unten) absolvieren. Auch diese Ausbildung dauert 20 Monate und kann bei Bedarf verlängert werden.

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Rolf-Schneider-Akademie

Eine in Deutschland staatlich anerkannte Ausbildung zum Tierheilpraktiker gibt es in der Rolf-Schneider-Akademie. Dieser Fernstudienlehrgang dauert insgesamt 24 Monate und liefert eine fundierte tiermedizinische Ausbildung. Personen, die über eine medizinische Vorbildung verfügen, können dabei zum tierärztlich geprüften Tierheilpraktiker erlangen.

BTB

Auch das Bildungswerk für therapeutische Berufe BTB bietet eine 24-monatige Ausbildung zum geprüften Tierheilpraktiker an. Dieses Fernstudium schließt mit einem Zertifikat ab.

 

Impulse e.V.

Die Fernschule für freie Gesundheitsberufe gewährleistet ebenfalls eine Ausbildung zum Tierheilpraktiker/in. Auch diese 24-monatige Ausbildung schließt mit einem Zertifikat ab.

 

ZentrumTier Österreich

Eine Ausbildung zum Tierheilmasseur, verbunden mit anderen alternativmedizinischen Tätigkeiten bietet das ZentrumTier an. Das Institut ist in Georgenberg südlich von Salzburg angesiedelt. Allerdings handelt es sich dabei um kein Fernstudium.

 

FH Campus Wien

Wer sich für Naturheilkunde und alternativmedizinische Behandlungen interessiert, kann ein akademisches Studium ins Auge fassen. Die FH Campus Wien bietet ein berufsbegleitendes Studium für ganzheitliche Therapie und Salutogenese an. Die viersemestrige Ausbildung schließt mit einem Master (MSc) ab. Dieses Studium richtet sich an Personen, die über ein abgeschlossenes Bachelorstudium oder eine vergleichbare Ausbildung in einem Gesundheitsberuf verfügen. Dazu zählen Ärzte/innen, Psychologen/innen, Apotheker/innen, aber auch Hebammen und Psychotherapeuten.

 

Daran erkennst du, ob der Ausbildungsanbieter zu dir passt

Gerade bei Ausbildungen, die nicht gesetzlich geregelt sind, ist es oft schwer, den passenden Anbieter zu finden. Bei alternativen Gesundheitsberufen wie Naturheiltherapeut, Ausbildungen in der Naturheilkunde muss bei den zahlreichen Anbietern die Spreu vom Weizen getrennt werden.
Wer sich für ein Fernstudium oder eine Ausbildung zum Naturheiler interessiert, sollte in erster Linie einen seriösen Anbieter wählen. Dafür sind mehrere Faktoren ausschlaggebend.

  • Der Auftritt des Anbieters auf der Website
    Ein Indikator kann bereits der Webauftritt des jeweiligen Anbieters sein. Seriöse Institute beschreiben die wichtigsten Inhalte des Studiums konkret und bieten dafür einen entsprechenden Abschluss an. Im Bereich der Naturheilkunde werden vor allem Zertifikatsabschlüsse angeboten. Diese sind staatlich anerkannt. Das gilt allerdings bei den Ausbildungen zum Naturheiltherapeuten nur für Deutschland. In Österreich gibt es keine gesetzlich anerkannte Ausbildung dafür. Hier ist nur der Energetiker berechtigt, ein Gewerbe zu betreiben.
  • Die Qualität der Dozenten
    Ein weiterer wichtiger Faktor ist, wer an der Fernschule lehrt. Dabei sollte man sich die Frage nach den Qualifikationen der Vortragenden und Lehrenden stellen. Seriöse Anbieter stellen die Dozenten bereits auf ihrer Webseite oder in Informationsbroschüren vor.
  • Voraussetzungen für das Fernstudium oder die Ausbildung
    Seriöse Anbieter verlangen für die Kursteilnahme zumindest bestimmte Grundvoraussetzungen. Dazu zählen beispielsweise ein Pflichtschulabschluss oder Erfahrungen in ähnlichen Berufen.
  • Die Kosten
    Nicht zuletzt spielen die Kosten eine entscheidende Rolle. Eine einjährige Ausbildung als Naturheiltherapeut oder als Tierheilpraktiker kostet meist zwischen 2.000 € und 3.000 €.

Wer sich für eine Ausbildung zum Naturheiltherapeuten in Österreich interessiert, sollte sich vorab auch die Frage stellen, ob eine derartige Ausbildung auch den persönlichen Karrierezielen dienlich ist. Die meisten Energetiker sind freiberuflich tätig oder üben diesen Beruf neben einer anderen Tätigkeit aus. Da der Naturheiltherapeut in Österreich offiziell nicht zugelassen ist, bewegt man sich auch gesetzlich auf unsicherem Boden. Aus diesem Grund sollte man sich informieren, in welchem Rahmen und unter welcher Bezeichnung eine derartige Tätigkeit in Österreich überhaupt ausgeübt werden darf.
Absolventen eines Medizinstudiums oder der Veterinärmedizin können auf jeden Fall auch die Naturheiltherapie oder die alternative Naturheilkunde legal anbieten.