Umschulung zum/zur Floristen/Floristin

Umschulung zum/zur Floristen/Floristin

Floristen/innen arbeiten nach ihrer Ausbildung/ Umschulung täglich mit Pflanzen. Ihr Arbeitsfokus liegt im Erstellen von Kränzen und Blumensträußen – daneben sind sie für die Versorgung von Pflanzen bei ihrem Arbeitgeber zuständig. Eine alternative Berufsbezeichnung lautet Blumenbinder/in. Arbeitsorte sind vor allem Blumengeschäfte, Gewächshäuser, Gartencenter oder Gärtnereien mit Blumengroßhandel. Sie müssen sich nicht nur eigene Kreationen überlegen, sondern auch in der Lage sein, auf Kundenwünsche einzugehen. Dazu zählen auch Beratungstätigkeiten für Kunden/innen zu den Aufgaben eines/r Floristen/in.

 

Die Umschulung zum Floristen

Eine Umschulung zum/zur Floristen ist grundsätzlich möglich. Um Schulungsgeld zu erhalten, sind aber gewisse Voraussetzungen zu erfüllen. Das betrifft vor allem einen Bescheid Ihrer Pensionsversicherung. Diese muss feststellen, dass Sie einen Anspruch auf berufliche Maßnahmen der Rehabilitation haben.

Speziell für Frauen ist das FiT-Programm (Frauen in Technik und Handwerk) interessant. Darin gefördert: die Ausbildung zur Garten- und GrünflächengestalterIn – Landschaftsgärtnerei.

 

Der österreichische Ausbildungsweg

Beim Beruf des/der Floristen/Floristin handelt es sich in Österreich um einen klassischen Lehrberuf. Der Beruf wird entweder in einem Lehrbetrieb innerhalb von drei Jahren erlernt, oder in der Berufsschule. Es handelt sich also um eine Umschulung im dualen Ausbildungsmodus. Der Abschluss erfolgt mit bestandener Lehrabschlussprüfung.
Die genaue Ausbildungsordnung ist im Rechtsinformationssystem des Bundes ersichtlich.

 

Geeignet für Quereinsteiger/innen und Umschulungen!

Der Beruf des/der Floristen/in ist in Österreich durchaus angenehm für Quereinsteiger. In Vorbereitungskursen für eine Lehrabschlussprüfung (LAP) können Sie die Grundkenntnisse bei fehlendem Lehrabschluss nachholen. Sobald Sie die LAP absolviert haben, ist auch der Zugang zu weiteren Ausbildungsschritten offen.

Floristen/innen haben Kenntnisse über:
  • Die Pflege von Pflanzen: Erforderliche Nährstoffe in Boden, Wasser und Dünger, um den Wachstum der Pflanze zu fördern.
  • Die Aufzucht von Pflanzen: Stecklinge vermehren, Samen keimen lassen
  • Ästhetische Grundlagen: Welche Blumen passen in den Kranz? Welche Farben passen gut zueinander? Das sind Grundlagen der Ausbildung.Gestaltung von Geschäftsräumen: Die Auslage eines Blumenladens sollte für Kunden möglichst einladend wirken. Floristen/innen kümmern sich darum.

 

Zukunftsaussichten für Floristen/innen

Eine Umschulung zum/zur Floristen/in kann sich auch in Zukunft als gute Entscheidung herausstellen. Ein Strauß Blumen kommt wohl nie außer Mode. Auch wenn viele kleine Blumengeschäfte mit der großen Konkurrenzsituation am Markt belastet werden, stehen die Zukunftsaussichten nicht unbedingt schlecht. In den nächsten Jahren wird der Bedarf nach Expertenmeinung vermutlich sogar zunehmen. Gut ausgebildete Arbeitskräfte werden immer wieder gesucht – vor allem in den Bereichen Kundenberatung und Service.

 

Zielgruppe der Umschulung zum/zur Floristen/in

Die Zielgruppe für die Ausbildung/ Umschulung von Floristen/innen ist vielschichtig. Auch Quereinsteiger haben die Möglichkeit, relativ schnell in den Berufsalltag einzusteigen. Notwendig ist vor allem die Absolvierung der neunjährigen Schulpflicht in Österreich. Anschließend kann ein Lehrbetrieb gesucht werden.

 

Anforderungen

Interessierte Personen sollten einen grünen Daumen haben. Das heißt, dass ihnen der Umgang mit Pflanzen auch wirklich Spaß bereitet. Um optimale Bedingungen für die Pflanzen schaffen zu können, ist Verantwortungsbewusstsein und Genauigkeit notwendig. Darüber hinaus sollten Floristen/innen eine kreative Ader besitzen. Das binden von Blumensträußen und Kränzen sollte dem allgemeinen Geschmack der Kunden treffen. Gleichzeitig muss Flexibilität vorhanden sein, wenn Kunden genaue Vorstellungen deponieren.

 

Dauer der Ausbildung für Floristen/innen

Der Beruf des/der Floristen/in ist ein gewöhnlicher Lehrberuf. Die Dauer der Lehrzeit beträgt für gewöhnlich drei Jahre, die Umschulung zwei Jahre. Nach diesen drei Jahren steht der Abschluss mit der LAP, dann ist der Weg zur Meisterprüfung offen. Auch die Selbstständigkeit kann angestrebt werden, hierfür ist aber zunächst ein gewisser Praxisumfang vorzuweisen.

 

Die Ausbildung im zweiten Bildungsweg

Über eine außerordentliche Lehrabschlussprüfung ist auch der Weg für Quereinsteiger möglich. Spezielle Kurse, beispielsweise am WIFI, bereiten auf diese Prüfung vor. Ganz ohne Berufserfahrung ist es aber auch bei diesem Weg nicht möglich, die Prüfung zu absolvieren. Zumindest eineinhalb Jahre Berufserfahrung in Blumenläden, Garten Center oder ähnlichen Betrieben sind notwendig, um zugelassen zu werden.

 

Weiterbildungsmöglichkeiten als Florist/in

Neben der herkömmlichen Ausbildung/ Umschulung zum/zur Floristen/in gibt es ein breites Angebot an zusätzlichen Weiterbildungsmöglichkeiten. Neue Züchtungen, Kranztechniken und vieles mehr erfordert eine stetige Auffrischung des eigenen Wissens. Mithilfe von speziellen Kursen kann auch eine Spezialisierung auf einem Gebiet erfolgen, beispielsweise auf dem Gebiet der Floristik für einen bestimmen Feiertag.

Aufstiegsmöglichkeiten für Floristen/innen:
  • Floristen/innen können es zu Filialleiter/innen in Blumenfachgeschäften bringen
  • Floristen/innen können sich selbstständig machen
  • Floristen/innen können das freie Gewerbe der Friedhofsgärtnerei

 

 

Ausbildungskosten und Fördermöglichkeiten

Eine herkömmliche Lehre bringt zwar zunächst ein niedriges Einkommen, kostet aber zumindest auch nichts. Anders ist es im zweiten Bildungsweg: Vorbereitungskurse für die Lehrabschlussprüfung (LAP) sind kostenintensiv und können auch € 1.000 oder mehr kosten. Über verschiedene Fördermöglichkeiten ist es im Normalfall aber möglich, zumindest einen Teil der Ausbildungskosten zurückzubekommen.

 

Bewerbungstipps für angehende Floristen/innen

Rechtschreibung und Grammatik sollte wie in allen anderen Berufsfeldern einigermaßen richtig sein. Lassen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen unbedingt von jemanden korrigieren, wenn Sie sich unsicher sind. Für viele Personalchefs sind fehlende Rechtschreibkenntnisse nämlich auf Faulheit zurückzuführen. Gehen Sie kein Risiko ein – achten Sie auf solche Formalitäten!

 

Inhaltliche Tipps für den Bewerbungsprozess

Wenn Sie sich für eine Lehre oder einen Grundkurs im Bereich der Floristik interessieren, sollten Sie vor einer Bewerbung ein paar Dinge beachten. Denken Sie an Fähigkeiten, die für den Beruf notwendig sind und beschreiben Sie Ihre Erfahrungen damit. In diesem Beruf sollten schmutzige Hände beispielsweise kein Problem für Sie sein, Sie sollten kreativ sein und man muss sich auf Sie verlassen können. Wenn Sie Quereinsteiger sind, sprechen Sie ruhig Entwicklungen an, an denen Sie in Ihren vorherigen Stationen beteiligt waren.

 

Anbieter der Ausbildung:

 

Verwandte Ausbildungen

Neben der Ausbildung zum/zur Floristen stehen zahlreiche weitere angrenzende Berufsprofile zur Auswahl. Gärtner lernen die Grundlagen der Floristik ebenfalls, sind aber mehr mit dem botanischen Zusammenhängen beschäftigt. Gartengestalter kümmern sich dagegen eher um das große Ganze als um einzelne Blumensträuße. Auch der Beruf des Friedhofs- und Ziergärtner kann in diesem Zusammenhang interessant sein. All diese Berufe können nach einer Lehre ausgeübt werden. Zusätzlich gibt es in den letzten Jahren immer mehr akademische Angebote im Bereich der Landschaftsarchitektur und Botanik.

Im Anschluss an eine Lehre ist auch eine Ausbildung in einem angrenzenden Beruf der grünen Branche mit verkürzter Lehrzeit möglich. Wer sich also zu Beginn der Ausbildung noch nicht ganz sicher ist, kann im Anschluss an die erste Lehre diesen Weg gehen.