Umschulung zum/zur Kindergartenpädagog/in

Kindergartenpädagog/innen, seit 2016 Elementarpädagog/innen genannt, betreuen und erziehen Kinder, die nicht älter sind als sechs Jahre. Sie unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung, das heißt sie malen, spielen, basteln und singen mit den Kindern und machen Ausflüge. Dabei arbeiten sie eng mit ihren Kolleg/innen und Kindergartenassistent/innen zusammen. Außerdem halten sie Kontakt zu den Eltern der Kinder und besprechen sich regelmäßig mit ihnen. Wenn nötig konsultieren sie auch Fachleute aus anderen Bereichen, zum Beispiel Psychologen, Ärzte oder Sozialarbeiter.

Ausgebildete Elementarpädagog/innen arbeiten in Einrichtungen des Bundes, der Länder und der Gemeinden, beispielsweise Kindergärten und Heimen, aber auch in privaten Kindergärten, sozialen Einrichtungen und therapeutischen Praxen. Wen es ins Ausland zieht, der kann in der Kinderbetreuung im Tourismussektor tätig werden. Auch eine Beschäftigung in Betriebskindergärten ist möglich.

 

Zukunftsaussichten

Elementarpädagog/innen können sich nach abgeschlossener Ausbildung über ein vielfältiges Weiterbildungdsangebot für viele Fachbereiche spezialisieren, zum Beispiel für Musikpädagogik oder bestimmte pädagogische Konzepte. Daneben gibt es die Möglichkeit, zum Leitungspersonal aufzusteigen oder sich über ein fachverwandtes Studium, etwa in der Sozialpädagogik, weiterzuqualifizieren.

 

Inhalte und Länge der Umschulung

In der Umschulung zum/zur Elementarpädagog/in werden fachspezifische Fächer wie Pädagogik, Didaktik, Heil- und Sonderpädagogik, Bildnerische Erziehung, rhythmisch-musikalische Erziehung, Werken, Textiles Gestalten und Bewegungserziehung gelehrt. Auch werden praktische Fertigkeiten wie Kreatives Gestalten und Kochen unterrichtet.

An einigen Schulstandorten besteht darüber hinaus die Option, eine Zusatzausbildung in Horterziehung oder Früherziehung zu machen.

 

Zielgruppe dieser Umschulung

Eine Umschulung zum/zur Elementarpädagog/in bietet sich insbesondere für Personen an, die bereits einmal in einem verwandten Berufsfeld gearbeitet haben, etwas als Sozialarbeiter/in, als Musikpädagog/in oder Kinderbetreuer/in. Neben gestalterischen und didaktischen Fähigkeiten und einer guten Beobachtungsgabe sollten Sie Begeisterungsfähigkeit sowie eine gewisse Belastbarkeit mitbringen. Auch Geduld, gute Fähigkeiten zur Selbstorganisation und Spontanität sind für die Arbeit mit Kindern hilfreiche Eigenschaften.

 

Finanzierung

Wenn Sie die Kosten, die mit einer Umschulung zum Kindergartenpädagogen/zur Kindergartenpädagogin einhergehen, nicht selbst tragen können, bieten sich mehrere Optionen für die Finanzierung Ihrer Umschulungsmaßnahme. Die Datenbank “Kursförderungen in Österreich” hilft, finanzielle Förderungen für Ihr persönliches Umschulungsvorhaben zu finden.

Wenn es um die Finanzierung Ihrer Umschulung geht, muss zwischen einer Umschulung der normalen Erwachsenenbildung und einer Umschulung im Rahmen einer beruflichen Rehabilitation – also aus gesundheitlichen Gründen nach Unfall oder Krankheit – unterschieden werden. Die Unterscheidung ist so wichtig, weil für beide Fälle unterschiedliche Arten der Finanzierung gelten. Während Sie die Kosten, die für eine normale Aus- und Weiterbildung anfallen, meist selbst tragen müssen beziehungsweise lediglich Bildungsförderungen beantragen können, werden die Kosten für eine berufliche Rehabilitationsmaßnahme gänzlich übernommen.

Voraussetzung für die Durchführung einer Maßnahme zur beruflichen Rehabilitation ist die Bestätigung Ihrer Pensionsversicherung, dass Sie einen Rechtsanspruch auf eine berufliche Rehabilitationsmaßnahme haben und diese für Ihren Fall zweckmäßig ist. Nur in diesem Fall können Sie seitens des AMS ein Umschulungsgeld erhalten. Voraussetzung ist, dass Sie bei der Planung und Durchführung der Maßnahme aktiv mitwirken. In der Phase der Planung Ihrer Maßnahme erhalten Sie ein Umschulungsgeld in Höhe Ihres Arbeitslosengeldes. Dieses wird während der Durchführung der Maßnahme um 22 Prozent erhöht.

Umschulungsbeihilfe
Zusätzlich zum Umschulungsgeld können Sie eine Beihilfe zum Umschulungsgeld erhalten, die die Kosten abdeckt, die während Ihrer Maßnahme zur beruflichen Rehabilitation anfallen. Dazu gehören Fahrtkosten und Kosten für die Aus- und Weiterbildung. Anfallende Kosten müssen von Ihnen mit Belegen nachgewiesen werden.

Wie sieht es mit der finanziellen Förderung von Umschulungen aus, die nicht im Rahmen einer Maßnahme zur beruflichen Rehabilitation erfolgen? Der AMS bietet einerseits individuelle Beihilfen, andererseits zusätzliche Förderungen für Umschulungen, die beantragt werden können, wenn Sie die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen. Die Weiterbildungsdatenbank des AMS beispielsweise ist ein erster Schritt, um eine Maßnahme zu finden, die vom AMS finanziell gefördert wird. Die Datenbank, auf der Bildungsträger ihre Weiterbildungsangebote veröffentlichen, listet circa 55.000 geförderte Kurse, das Angebot ist also vielfältig. Wird die Kursanmeldung vom AMS bewilligt, übernimmt dieser die Kurskosten. Wenn nötig, kann beim AMS für die Zeit des Kursbesuches auch die Übernahme weiterer Kosten, beispielsweise Reise- oder Kinderbetreuungskosten, beantragt werden.

Für den Fall, dass Sie arbeitslos sind und einen Kurs besuchen wollen, um sich für den Arbeitsmarkt weiterzuqualifizieren und den Wiedereinstieg in den Beruf zu schaffen, unterstützt der AMS Sie für diese Zeit mit sogenannten Aus- und Weiterbildungsbeihilfen. Dabei handelt es sich einerseits um Beihilfen zur Deckung des Lebensunterhalts, die wenigstens so hoch sind wie Ihr Arbeitslosengeld. Andererseits gibt es Beihilfen zu den Kurskosten, beispielsweise für die Kurs- und Prüfungsgebühren. Auch Kursnebenkosten, etwa Reisekosten und die Kosten für Unterkunft und Verpflegung, können übernommen werden. Um die Förderung durch Beihilfen zu erhalten, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: Sie müssen arbeitslos sein (nur in Ausnahmefällen können auch Menschen mit geringem Einkommen diese Art der Förderung erhalten) und der Kurs muss geeignet sein, Ihre Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Anstelle oder zusätzlich zu einer Förderung durch den AMS können Sie nicht-öffentliche Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht ziehen, beispielsweise private Bildungskredite.

 

Tipps für die Bewerbung

Bringen Sie in Ihrer Bewerbung nicht nur Ihre Freude an der Arbeit mit Kindern zum Ausdruck, sondern auch dass Sie einfühlsam und geduldig sind und außerdem über ein großes Verantwortungsbewusstsein verfügen. Darüber hinaus sollten Sie im Anschreiben glaubhaft belegen können, dass Sie auch mit stressigen Situationen ruhig und kompetent umgehen können.

 

Anbieter der Umschulung nach Städten

 

Amstetten

 

Bischofshofen

 

Graz

 

Hartberg

 

Innsbruck

 

Klagenfurt

 

Lanzenkirchen

 

Liezen

 

Linz

 

Mistelbach

 

Salzburg

 

St. Pölten

 

Steyr

 

Wien

 

Zams

 

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Elementarpädagogik sowie nah verwandte Fächer wie Integrative Pädagogik oder Sozialpädagogik können an vielen österreichischen Universitäten sowie Kollegs studiert werden. Einige dieser Studiengänge sind auch im Fernstudium möglich.