Umschulung zum/zur Nageldesigner/in

Umschulung zum/zur Nageldesigner/in

Nageldesigner/innen pflegen die Hände und Fingernägel ihrer Kund/innen und gestalten diese kosmetisch um, das heißt sie modellieren und verzieren. Die Tätigkeit von Nageldesigner/innen besteht aus Routinetätigkeiten wie dem Feilen, Schneiden und Lackieren von Nägeln, aber auch aus einem kreativen Teil, dem Entwerfen und Umsetzen eigener Designs. Auch die künstliche Verlängerung von Nägeln gehört zum Aufgabenspektrum, ebenso wie die Beratung zu Trends und Pflege sowie zu Haut- und Nagelproblemen. Nicht zuletzt empfehlen Nageldesigner/innen kosmetische Produkte, die individuell auf die Bedürfnisse ihrer Kund/innen abgestimmt sind.

 

Zukunftsaussichten als Nageldesignerin

Da der Bereich der Nagelpflege und des Nageldesigns immer mehr Anhänger findet und neben klassischen Nagelstudios auch Beautysalons überall aus dem Boden sprießen, wird es aller Voraussicht nach auch in den nächsten Jahren genug Nachfrage nach ausgebildeten Nageldesigner/innen geben.

 

Inhalte und Länge der Umschulung

Die Ausbildungsinhalte und ihre Länge sind je nach Anbieter unterschiedlich. Da es sich um einen Weiterbildungsberuf handelt, wird Ihre Umschulung zum/zur Nageldesigner/in in den meisten Fällen nicht länger als drei Monate dauern. Gemeinsam sind den Weiterbildungen folgende Themenfelder:

  • Anatomie und Dermatologie
  • Maniküre
  • Nagelerkrankungen
  • Produktchemie
  • verschiedene Techniken wie Feiltechnik, Pinchtechnik, Fräsertechnik, Schablonentechnik, Acryl- und Geltechnik
  • Nagelkorrekturen und Nagelbettverlängerung
  • praktisches Arbeiten an Modellen
  • Existenzgründung, Verkaufstraining, kaufmännische Grundlagen

 

Zielgruppe dieser Umschulung

Der Beruf Nageldesigner/in ist ein Weiterbildungsberuf. Das heißt verschiedene Wege, wie beispielsweise das Absolvieren einer Schulung oder eines Seminars, ermöglichen Ihnen den Schritt zu Ihrem Wunschberuf. Für die Weiterbildung zum/zur Nageldesigner/in ist es optimal, eine abgeschlossene Berufsausbildung etwa als Kosmetiker/in oder Friseur/in zu haben, da diese bereits ein gutes Wissen zu den Themen Hautbeschaffenheit und -erkrankungen sowie Hygiene besitzen.

 

Finanzierung

Wenn Sie die Kosten, die mit einer Umschulung zum/zur Nageldesigner/in einhergehen, nicht selbst tragen können, bieten sich mehrere Optionen für die Finanzierung Ihrer Umschulungsmaßnahme. Die Datenbank “Kursförderungen in Österreich” hilft, finanzielle Förderungen für Ihr persönliches Umschulungsvorhaben zu finden.

Wenn es um die Finanzierung Ihrer Umschulung geht, muss zwischen einer Umschulung der normalen Erwachsenenbildung und einer Umschulung im Rahmen einer beruflichen Rehabilitation – also aus gesundheitlichen Gründen nach Unfall oder Krankheit – unterschieden werden. Die Unterscheidung ist so wichtig, weil für beide Fälle unterschiedliche Arten der Finanzierung gelten. Während Sie die Kosten, die für eine normale Aus- und Weiterbildung anfallen, meist selbst tragen müssen beziehungsweise lediglich Bildungsförderungen beantragen können, werden die Kosten für eine berufliche Rehabilitationsmaßnahme gänzlich übernommen.

Voraussetzung für die Durchführung einer Maßnahme zur beruflichen Rehabilitation ist die Bestätigung Ihrer Pensionsversicherung, dass Sie einen Rechtsanspruch auf eine berufliche Rehabilitationsmaßnahme haben und diese für Ihren Fall zweckmäßig ist. Nur in diesem Fall können Sie seitens des AMS ein Umschulungsgeld erhalten. Voraussetzung ist, dass Sie bei der Planung und Durchführung der Maßnahme aktiv mitwirken. In der Phase der Planung Ihrer Maßnahme erhalten Sie ein Umschulungsgeld in Höhe Ihres Arbeitslosengeldes. Dieses wird während der Durchführung der Maßnahme um 22 Prozent erhöht.

Umschulungsbeihilfe
Zusätzlich zum Umschulungsgeld können Sie eine Beihilfe zum Umschulungsgeld erhalten, die die Kosten abdeckt, die während Ihrer Maßnahme zur beruflichen Rehabilitation anfallen. Dazu gehören Fahrtkosten und Kosten für die Aus- und Weiterbildung. Anfallende Kosten müssen von Ihnen mit Belegen nachgewiesen werden.

Wie sieht es mit der finanziellen Förderung von Umschulungen aus, die nicht im Rahmen einer Maßnahme zur beruflichen Rehabilitation erfolgen? Der AMS bietet einerseits individuelle Beihilfen, andererseits zusätzliche Förderungen für Umschulungen, die beantragt werden können, wenn Sie die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen. Die Weiterbildungsdatenbank des AMS beispielsweise ist ein erster Schritt, um eine Maßnahme zu finden, die vom AMS finanziell gefördert wird. Die Datenbank, auf der Bildungsträger ihre Weiterbildungsangebote veröffentlichen, listet circa 55.000 geförderte Kurse, das Angebot ist also vielfältig. Wird die Kursanmeldung vom AMS bewilligt, übernimmt dieser die Kurskosten. Wenn nötig, kann beim AMS für die Zeit des Kursbesuches auch die Übernahme weiterer Kosten, beispielsweise Reise- oder Kinderbetreuungskosten, beantragt werden.

Für den Fall, dass Sie arbeitslos sind und einen Kurs besuchen wollen, um sich für den Arbeitsmarkt weiterzuqualifizieren und den Wiedereinstieg in den Beruf zu schaffen, unterstützt der AMS Sie für diese Zeit mit sogenannten Aus- und Weiterbildungsbeihilfen. Dabei handelt es sich einerseits um Beihilfen zur Deckung des Lebensunterhalts, die wenigstens so hoch sind wie Ihr Arbeitslosengeld. Andererseits gibt es Beihilfen zu den Kurskosten, beispielsweise für die Kurs- und Prüfungsgebühren. Auch Kursnebenkosten, etwa Reisekosten und die Kosten für Unterkunft und Verpflegung, können übernommen werden. Um die Förderung durch Beihilfen zu erhalten, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: Sie müssen arbeitslos sein (nur in Ausnahmefällen können auch Menschen mit geringem Einkommen diese Art der Förderung erhalten) und der Kurs muss geeignet sein, Ihre Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Anstelle oder zusätzlich zu einer Förderung durch den AMS können Sie nicht-öffentliche Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht ziehen, beispielsweise private Bildungskredite.

 

Tipps für die Bewerbung

Peppen Sie Ihr Bewerbungsschreiben mit dem Wissen auf, das Sie bereits zum Thema Nageldesign haben. Erwähnen Sie beispielsweise neueste Trends und verschiedene Techniken, mit denen Nägel modelliert und verziert werden und die Sie eventuell schon kennengelernt, von denen Sie aber zumindest schon einmal gehört haben. Auch ein generelles Interesse am Bereich Gesundheit und Hygiene sowie die Freude an der Arbeit mit Menschen sollten Sie im Anschreiben zum Ausdruck bringen.

 

Anbieter der Umschulung nach Städten

 

Villach

 

Verwandte Bereiche der Umschulung als Fernstudium

Kosmetiker/in oder Podolog/in sind dem Nageldesign verwandte Berufe, die sich allerdings nicht im Fernstudium absolvieren lassen.