Umschulung zum/ zur Friseur/in

Umschulung zum/ zur Friseur/in

Friseure/innen schneiden und pflegen nach ihrer Ausbildung/ Umschulung die Haarpracht ihrer Kunden/innen. Dabei müssen sie sowohl selbst Vorschläge für geeignete Frisuren einbringen als auch auf Kundenwünsche eingehen können. Sie kennen die gängigen Haarpflegeprodukte, beraten ihre Kundschaft darüber, beherrschen einfach Kopfhautmassagen und verwickeln die Kundschaft in interessante Gespräche. Die Ausübung des Berufs ist auch für Quereinsteiger äußerst attraktiv. Der Ort, an dem Friseure/innen ihren Beruf ausüben, ist zumeist der Friseursalon. Daneben ist es aber auch möglich, in Hotels, an einem Theater oder für die Film- und Werbeindustrie zu arbeiten.

 

Die Umschulung zum/zur Friseur/in

Eine Umschulung zum/zur Friseur/in ist in Österreich zwar prinzipiell möglich, aber meist gar nicht notwendig. Aufgrund einer verkürzten Ausbildung ist der Beruf des/der Friseurs/in für erwachsene Personen sehr attraktiv für Quereinsteiger. Eine Umschulung inklusive Schulungsgeld ist aber eine Alternative dazu. Auch eine Umschulung zum/zur Naturfriseur/in ist eine Möglichkeit.

 

Der österreichische Ausbildungsweg

Der Beruf des/der Friseurs/in ist in Österreich ein gewöhnlicher Lehrberuf. Als solcher dauert die Ausbildung/Umschulung insgesamt drei Jahre. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Konzeptstylist bei einer verkürzten Lehrzeit von lediglich 18 Monaten zu werden. Nach diesen 18 Monaten steht die Lehrabschlussprüfung (LAP). In Österreich gibt es seit Kurzem sogar die Möglichkeit, den Beruf des/der Friseurs/in ohne Besuch einer Berufsschule zu erlernen.

 

Zukunftsaussichten für Friseure/innen

In den vergangenen Jahren ist wie in anderen beruflichen Feldern ein verringertes Interesse bei der österreichischen Jugend festzustellen. Viele Jugendliche wollen studieren gehen oder zumindest mehr als eine einzelne Berufsausbildung haben. Dabei bietet dieser Beruf mehr Abwechslung, als viele annehmen. Als Kreativberuf ist er zudem gegen eine Ablöse durch Maschinen relativ gut geschützt.

Neue Trends und Frisuren erfordern flexible Menschen, die diesen Beruf ausüben und sich immer wieder in neue Techniken einlesen. In Zukunft werden auch in der Friseurbranche digitale Mittel zunehmen. Findige Friseurläden springen bereits jetzt auf den Zug der Digitalisierung auf und überlegen sich die Möglichkeiten für morgen.

 

Voraussetzungen für gute Jobaussichten nach der Umschulung

Auch bei Friseuren/innen gibt es Entwicklungen, die man verfolgen sollte. Um langfristig für den Arbeitsmarkt interessant zu bleiben, sollten Friseure/innen sich stets weiterbilden und aktuelle Trends verfolgen. Neue Pflegeprodukte kommen stündlich auf den Markt – wer den Überblick behält und seinen Kunden/innen die passenden Produkte empfehlen kann, ist klar im Vorteil. Frisuren, die gerade im Trend sind, sollten perfekt beherrscht werden. Im Moment ist das Thema Nachhaltigkeit von Pflegeprodukten ein Anliegen für Kunden – wer dieses Bedürfnis gut stillen kann, wird mit wiederkehrenden Stammgästen belohnt.

 

Friseure/innen können:
  • Aktuelle Trends der Modewelt umsetzen: Am Puls der Zeit erkennen gute Friseure/innen was wirklich angesagt ist.
  • Beratung für Kunden: Schuppen, trockene Haut, Probleme mit den Haarwurzeln? Gute Friseure/innen helfen ihren Kunden/innen.
  • Zusammensetzung von Pflegeprodukten nennen: Welche natürlichen Alternativen gibt es? Was kräftigt das eigene Haar wirklich?

 

Zielgruppe der Umschulung zum/zur Friseur/in

Für die Umschulung zum/zur Friseurs/in ist jeder geeignet, der gerne mit Menschen arbeitet und eine gewisse Genauigkeit mitbringt. Nach dem Absolvieren der neun Pflichtschuljahre in Österreich steht die Lehre des Friseurs jedem offen. Den richtigen Umgang mit dem Arbeitsmaterial und den Haarpflegeprodukten erlernen die Interessenten während ihrer Ausbildung. Am sogenannten Technikkopf werden die Techniken geübt, ohne menschliche Frisuren in Gefahr zu bringen.

 

Anforderungen

Friseure/innen müssen genau arbeiten können, sie müssen ein Mindestmaß an Einfühlungsvermögen haben, damit sie auf die Wünsche ihrer Kunden eingehen können. Auch der gefühlvolle Umgang mit der Kopfhaut der Kunden ist wichtig – kann aber während der Ausbildungszeit erlernt werden. Sogar kommunikative Kompetenzen sind gefordert: Die meisten Gäste schätzen ein kurzes Gespräch und freuen sich über einen guten Zuhörer. Die notwendigen Techniken sind während der Ausbildung und bei Fortbildungen erlernbar.

 

Dauer der Ausbildung für Friseure/Friseurinnen

Dieser Beruf entspricht einem klassischen Lehrberuf. Innerhalb von drei Jahren lernen interessierte Personen alles, was notwendig ist, um auf die Wünsche der Kundschaft eingehen zu können. Alternativ dazu ist aber auch die Ausbildung im Schnellverfahren möglich: Nach 18 Monaten steht die Lehrabschlussprüfung (LAP) am Programm. Dieser Ausbildungsweg richtet sich speziell an Quereinsteiger und erfordert das Erreichen des 18. Lebensjahres. Auch außerordentliche Lehrabschlussprüfungen sind möglich. Die Umschulung dauert in der Regel zwei Jahre.

 

Ausbildungskosten und Fördermöglichkeiten

Bei einer herkömmlichen Lehre besteht bereits in der ersten Ausbildungszeit ein Anspruch auf Ausbildungsentschädigung. Im zweiten Bildungsweg sieht das anders aus: Hier müssen Sie für Ihre Kurse aufkommen. Ein Teil davon kann aber zumeist aus Bildungsförderungen retour geholt werden. Das bedeutet zumeist bereits eine erhebliche Belastung – der Vorbereitungskurs auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung kann mehrere Tausend Euro kosten.

 

Bewerbungstipps für angehende Friseure/innen

Neben grammatikalischer und orthografischer Korrektheit der Bewerbungsunterlagen sind für viele Personalchefs auch die Motive für den Jobwunsch interessant. Betonen Sie Ihre kreative Ader und geben Sie Beispiele dafür – diese müssen nicht zwingend etwas mit dem Schneiden von Haaren zu tun haben. Erklären Sie vielleicht auch, in welchen Situationen Sie bisher sehr genau arbeiten mussten und wieso Ihnen das liegt.

 

Anbieter der Ausbildung

 

Teile der Lehrabschlussprüfung (LAP) sind:
  • Dekoratives Wissen: Auch das Färben und Zupfen von Wimpern und Augenbrauen gehört zum geforderten Wissen.
  • Styling Frauen: Verschiedene Frisuren und Nageldesign werden sind hier gefordert.
  • Styling Männer: Neben der Frisur spielt bei der Bewertung auch die Kopfmassage und die Rasur eine Rolle.
  • Spezielles Haarwissen: Hier kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, die Sie in Ihrer Lehrzeit einstudiert haben.

 

Verwandte Bereiche der Ausbildung

Nach absolvierter Berufsausbildung oder bei vorhandenem Hochschulzugang ist der Weg zu einem Bachelor of Arts im Bereich Maskenbild möglich. Auch der Zweifach-Bachelor im Bereich Kosmetologie steht offen. Über eigene Weiterbildungen kann das Wissen außerdem aufgefrischt und neue Haarschneidetechniken erlernt werden. Manche Frisuren erfordern spezielles Know-how von den Friseuren/innen, wie beispielsweise bei Dreadlocks.

 

Friseure haben folgende Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten:
  • eigener Friseursalon
  • Prüfung zum Friseurmeister
  • Ausbildung zum Fachwirt für Kosmetik und Wellness-Ausbilder